Zum einen möchte ich mit diesem Blog Stigma und Vorurteile gegenüber meiner Krankheit abbauen zum anderen schreibe ich um anderen zu helfen,die vielleicht noch am Anfang solch einer Krankheit stehen,informationen darüber zu bekommen.Aber auch um mit Brainstorming,neue Erkentnisse für mich zu gewinnen,oder vieleicht durch Feedback von anderen Betroffenen neues zu erfahren,freue mich über jeden konstruktiven Kommentar.

Samstag, 3. September 2011

Kurz gefasst Was sind Psychosen


Unter schizophrenen Psychosen versteht man
schwere seelische Krankheitsbilder, die nicht
aus eigener Kraft bewältigt werden können.
Vorübergehend kommt es hierbei zu einem
zweigeteilten Erleben der Wirklichkeit. Die
Erkrankten haben auf der einen Seite die ganz
gleiche Wahrnehmung ihrer Umgebung wie
andere Menschen auch; gleichzeitig erleben sie
aber eine „private“ zweite Wirklichkeit, als ob
sie sich im „falschen Film“ befänden.
Was steckt dahinter?
Das psychotische Erleben, so die heutige
Lehrmeinung, wird ausgelöst durch einen
Überschuss des Botenstoffs Dopamin im informationsverarbeitenden System des Gehirns. In
diesem Bereich werden auch die einlaufenden
Sinnesreize gefiltert, die über Augen, Nase,
Oh ren, die Geschmacksnerven im Mund und
den Tastsinn eintreffen. Durch den krankheitsbedingten Dopaminüberschuss kommt es zu
einer Fehlverarbeitung von Sinnesreizen (z. B.
in Form von Halluzinationen = Sinnestäuschungen), die von außen in das Gehirn geleitet
werden. Dadurch entsteht eine verfälschte
Wahrnehmung der Umgebungssituation
(Wahnbildung).
Wer erkrankt warum?
1 % der Menschen weltweit besitzen diese
Eigenschaft, unter einem gewissen Umgebungsstress mit einem psychotischen Erleben
zu reagieren. Diese Fähigkeit zum psychotischen Erleben wird mit dem Begriff Vulnerabilität umschrieben (Vulnus lat. = Wunde,
Verletzbarkeit). Menschen mit einer erhöhten
Vulnerabilität haben typischerweise ein sehr
feinfühliges und sensibles Nervenkostüm.
Viele von ihnen sind musisch begabt, kreativ,
originell, mit ganz besonderen Charaktereigenschaften ausgestattet. Dieses “Geniale“ ist oftmals die Wurzel für großartige schöpferische
Leistungen. Im Krankheitsfalle kann es leider
zu einer Überreizung dieser genialen Anlagen
mit den bekannten negativen Auswirkungen
kommen.
Wie wird erfolgreich behandelt?
Früher konnte man lediglich den Stress abschirmen, der zur Überreizung des Nervenkostüms
geführt hatte. Mit den heute zur Verfügung
stehenden Medikamenten („Antipsychotika“)
kann der Dopaminüberschuss im Gehirn gezielt
abgeflitert werden. Seitdem hat sich die mittlere Behandlungsdauer von ursprünglich 3
Jahren auf weniger als 3 Monate verringert. Der
größte Teil der Patienten lebt heute außerhalb
von Kliniken. Diese moderne Form der ambulanten Behandlung ist aber nur möglich, wenn
die Patienten einen ausreichenden medikamentösen Schutz beibehalten. Der Weg zur optimalen Medikations- und Dosisfindung kann aber
zunächst sehr beschwerlich sein und verlangt
von allen Beteiligten große Geduld. Durch Ihre
Mithilfe sowie begleitende psychotherapeutische, stressreduzierende Maßnahmen ist es
fast immer möglich, einen guten Therapieerfolg
zu erzielen.

Kommentare:

Felice hat gesagt…

Hallo Peter

Finde deinen Blog echt super. Ich leide auch an Schizophrenie und bin gerade (wieder mal) dabei meine Medikamente umzustellen. Nebenher Arbeite ich aber noch Vollzeit.

Ich denke auch, dass Medikamente wichtig sind, aber manche Nebenwirkung nervt halt total. Ist schon schwierig, dass für einem perönlich beste Medikament zu finden.

P.S. habe jetzt auch einen Blog, darf ich dich darauf verlinken?

Peter Pan im Wunderland hat gesagt…

Hallo Felice natürlich darfst du mich auf deinem Blog verlinken danke das dir mein Blog gefällt.

Lg Peter